Micklem Bridle – Die etwas andere Zäumung

Oft werde ich auf meinen Social Media Accounts gefragt, wie zufrieden ich mit dem Micklem von Horseware bin. Um darauf einmal näher und ausführlicher einzugehen, möchte ich Euch meine Erfahrungen nun einmal hier mitteilen.

Ich nutze es seit ungefähr März 2016. Probleme hatte ich mit meinem vorherigem Schwedisch Kombiniertem Reithalfter nie, ich wurde einfach nur Neugierig, als ich es immer öfter gesehen hatte. Darauf gekommen bin ich durch meine damalige Reitlehrerin. Sie nutzte dies immer für Ihre eigenen Pferde und auch viele Ihrer Reitschüler in unserem Stall nutzen dies. So wurde ich neugierig. Erstmal fragte ich einige die es bereits nutzten, schaute Online nach und fragte auch meine Reitlehrerin über diese für mich neue Zäumung aus.

Beim Micklem Zaum gibt es zwei unterschiedliche Varianten: das Competition Bridle und das Multibridle. Unterscheiden lassen sie sich auf den ersten Blick dadurch, dass das Multibridle einen weiteren Ring vorne am Nasenriemen hat. Diesen kann man zb auch wie eine Art Kappzaum beim longieren nutzen. Auch kann man das Multibridle so verschnallen, das man es zum gebisslosem reiten nutzen kann.  Da ich aber kein Multibridle habe, kann ich Euch dazu leider nichts weiter berichten.

Ich bin die ersten zwei Male mit dem Multibridle meiner ehemaligen Reitlehrerin geritten. Gekauft habe ich mir dann aber doch das Competition Bridle. Zum einen weil es silberne Beschläge hat und zum anderen weil mir der Ring auf dem Nasenriemen nicht gefallen hat. Kleine Anmerkung am Rande: der Stirnriemen meines Micklems sitzt bei Jim viel zu eng, obwohl er Größe WB hat. Ich würd Euch also empfehlen, vor dem ersten reiten mit dem Micklem zu schauen, ob der Stirnriemen gut sitzt und nicht einschneidet. Ich habe bei mir gleich einen anderen, mit mehr Glitzer natürlich, verschnallt.

Aber was ist so besonders an dieser doch auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig aussehenden Zäumung? Ihre Form wurde zum einen optimal für den Pferdekopf entwickelt und angepasst. So wird der Druck im Genick und den doch sehr empfindlichen Gesichtsnerven vermieden. Zum anderen werden durch das breit geformte und unterlegte Genickstück,  das Jochbein und der weiche Nasenknorpel geschont. Auch kann man sogenannte Bitclips anbringen. Dabei wird das Gebiss durch einen Clip mit der Zäumung  verbunden, so wird der Druck vom Gebiss auf die Zäumung umgelenkt. Ich persönlich habe damit aber noch keine Erfahrungen gemacht, da ich die Clips noch nicht genutzt habe.

Zum Reiten mit Micklem kann ich sagen, dass ich wirklich direkt beim ersten Mal sehr zufrieden war. Jim schnaubt damit viel schneller ab und streckt sich auch besser nach unten. Ich habe das Gefühl, das er damit zufriedener läuft als mit einem Schwedisch kombiniertem.

Ich würde jedem empfehlen, das Micklem erst einmal zu testen, bevor man sich direkt eines kauft. Es gibt einige Pferde, die damit nicht zurechtkommen. Und schaut Euch beim ersten anpassen viele Hersteller Bilder an oder fragt jemanden um Hilfe beim Einstellen. Ich war beim ersten Mal ein kleines bisschen überfordert, da es doch ganz anders liegt als meine ganzen andren Trensen.


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