Nadine

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* Nadine
* 26.10.1986
* geboren in Bremen
* Flugbegleiterin
* Aus Frankfurt
* Reitabzeichen: kleines Hufeisen
* Pommes und Nutella Freak

Ja, was möchte man hier über mich genau eigentlich lesen? Erstmal ist es wirklich komisch über mich zu schreiben. Aber ich werde es probieren 🙂

Ich habe mit 8 Jahren auf dem Katahrinenhof in Rodgau mit der Reiterei angefangen. Das Pferd auf dem ich reiten gelernt habe hieß Wilddieb und war meine erste große Pferdeliebe. Schon da fing meine Vorliebe für Springferde an.

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Wilddieb und ich (ca. 1995)

Ungefähr 2 Jahre ritt ich meine Reitstunden im Stall von Richard Murmann, Jim´s Vor- Vorbesitzer. Von dort wechselte ich dann nach Rödermark in die damals noch kleine Reitschule von Uschi (heute Hof Akita). Da machte ich im Jahr 1998 mein kleines Hufeisen und ritt auch zwei Reiterwettbewerbe auf Schulpferden in Offental mit. 1x auf meinem Liebling Ilex und 1x auf Telegar. Beide Male blieb ich unplatziert. Da ich aber nie der Turnierreiter wurde, störte das nicht.

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Jump und ich in der Prüfung des kleines Hufeisens, 1998

Als ich ich 11 Jahre alt wurde, kam meine erste Reitbeteiligung zu meinen normalen Reitstunden bei Uschi hinzu. Ich durfte damals den ehemaligen Traber Wallach Rebell der Tochter meines Sportlehrers reiten. Ich war allerdings so klein, das ich beim Satteln immer Hilfe brauchte. Auch kamen wir beide nicht so wirklich auf einen Nenner. Sobald er seinen Traber Trab aufsetzte, war ich auf ihm eher verloren, als das ich mich durchsetzen konnte. Somit trennten sich nach kurzen 3 Monaten unsere Wege wieder.

Ich hatte dann das Glück, mich um eine kranke Stute von den Schulpferden zu kümmern: Pandega, eine Hannoveraner Stute, die vorher im Privatbesitz auf Springturnieren unterwegs war. Ich weiß gar nicht mehr was sie genau hatte, jedenfalls wurde sie 1x am Tag von mir Schritt geführt, geputzt und gekuschelt. Irgendwann durfte ich sie dann auch wieder im Schritt anreiten und nach längerer Zeit auch wieder traben. Kurz darauf lief sie dann auch wieder im Schulbetrieb mit und wurde dann leider verkauft.

Mit 13 kam dann meine erste richtige Reitbeteligung: Garantie. Sie war eine Stute, im Besitz von Jim´s Vorbesitzer. Außer mir ist die damals 16-jährige (ich glaube Holsteiner) Stute keiner mehr geritten. Mit Garantie war ich dann auch das aller erste Mal ganz alleine im Gelände, egal ob Schritt, Trab oder Galopp. Auf sie konnte ich mich immer blind verlassen. Für mich war dies ein großer Schritt, weg von den kleinen Schulponys, rauf auf Privatpferde. Garantie hatte leider Arthrose und war nicht mehr voll reitbar. Ich ritt zwar 1x in der Woche noch auf Schulpferden, hörte damit aber trotzdem irgendwann auf, um mich nur noch um meine geliebte Garantie zu kümmern. Leider machte ihr die Arthrose immer mehr zu schaffen, sodass ich Garantie irgendwann kaum noch reiten konnte und sie nur noch betüddelt habe.

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Garantie und ich ca 2000/2001

So kam dann 2002 der verrückte Sammy in mein Leben. Er war damals gerade 4 Jahre jung geworden und kannte nicht wirklich viel. Er gehörte einem Vielseitigkeitsreiter, der auch mit Sammy zusammen schon auf Turnieren unterwegs war. Sammy war am Anfang für mich wirklich eine Herausforderung. Angebunden still stehen bleiben, Hufe geben, abspritzen, stehen bleiben beim aufstehen… alles Dinge die er nicht kannte. Ich hatte bis dato noch nicht wirklich viel Erfahrung mit so jungen Reitpferden, aber mit viel Ruhe und Geduld wurden wir ein wirklich gutes Team. Ich schaute das erste halbe Jahr auch noch täglich nach Garantie, diese wurde bald aber zu einem Züchter weiter weg gestellt und sollte dort auch stehen bleiben. Leider habe ich dann auch nie wieder etwas von ihr gehört.

Dafür nahm Sammy aber mein gesamtes Herz ein. Auch wenn er mich immermal wieder wahnsinnig machte, ich kämpfte mich durch alles mit ihm durch. So folgte dann auch für mich der Schock, als ich gesagt bekam, das er in einen anderen Stall gehen würde, in dem er im Beritt wäre und von dort aus weiterverkauft werden sollte. Ich durfte in den neuen Stall leider nicht mitgehen. Für mich war das war damals ein totaler Weltuntergang.

Dieses Pferd war zum damaligem Zeitpunkt mein Seelenpferd. Ich konnte ihn zwar noch 1x im neuen Stall besuchen, was mich nur noch trauriger machte. Er war einfach nicht mehr mein Sammy, der Kleine und Freche. Sammy war nun ein Pferd, was mit tief gesenktem Kopf im Stall stand. Ihn so zu sehen brach mir so sehr das Herz, dass ich mich garnicht mehr an ein neues Pferd mit dem Herzen hängen wollte. Ich ritt ab und an noch das Pferd einer Freundin, fand daran aber einfach keinen Spaß mehr.

Auch der Versuch meiner Mutter, mit einem ersten eigenem Pony, konnte mir nicht über den Verlust von Sammy weghelfen. Schon nach der ersten Woche als Ponybesitzern wollte ich es wieder zurück geben. Ich war einfach so traurig und verglich alles mit Sammy. Meine Ponystute war wirklich eine süsse Maus, Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass die kleine Lisa alles war, was ich nie als eigenes Pferd haben wollte: Pony, gescheckt und eine Stute.

Es folgte eine Reitpause von ungefähr einem Jahr. Währenddessen suchte ich mehr als zwei Jahr im Internet nach Sammy´s neuen Besitzern. Der letzte Versuch einer Email klappte dann. Ich hatte tatsächlich den richtigen Besitzer per Zufall gefunden und angeschrieben. Seine Tochter schickte mir eine wirklich nette Email und erzählte mir von Sammy. Sie ritt mit ihm erfolgreich auf Vielseitigkeitsturnieren und sie schickte mir ein paar Bilder. Das war der Moment, den ich wohl nie vergessen werde. Ich sah dort meinen Sammy, glücklich, gepflegt und topfit. Auch wenn ich wirklich fürchterlich weinen musste, war das der Augenblick indem mir klar wurde, ich möchte wieder rauf auf´s Pferd. Und so begann meine Geschichte mit Jim 🙂

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